Verbandsliga 2017/18 Rde. 9
Macht’s gut und danke für den Fisch
Eine Woche vor unserem letzten Auftritt in der Verbandsliga zerschlugen sich alle latent vorhandenen Hoffnungen auf eine theoretisch mögliche Rettung. Die durchaus spannende und vermutlich heiß umkämpfte letzte Runde in der NRW-Klasse 2 endete für die Spielgemeinschaft Ennepe-Ruhr-Süd mit einer 3,5:4,5-Niederlage. Sie belegt damit ebenso wie der SV Sundern in der NRW-Klasse 1 den letzten Platz, steigt also ab und reißt uns so mit in den Abgrund.
Aus eigener Kraft hätten wir nur noch Rang 9 halten, bestenfalls – mit Schützenhilfe von Hemer – Platz 8 belegen können, der aber sowieso dennoch den Abstieg bedeutet. Unsere Konkurrenten, die Hellertaler SF, besiegten die nur mit einer Notbesetzung angetretenen Hemeraner mit 6:2 (bei zwei kampflosen Siegen). Wir wollten uns aber mit Anstand aus der Liga verabschieden und einige von uns hatten ja auch noch ehrgeizige persönliche Ziele.
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Zur letzten Runde konnten die Königsspringer aufgrund von Urlauben, Krankheiten und beruflichen Verhinderungen nur zu Sechst gegen den Aufstiegsaspiraten SV Hemer 2 antreten – gut, dass der Klassenerhalt schon gesichert war. Überraschenderweise waren auch die Hemeraner nur zu Sechst, und wie es die Brettverteilung wollte, stand es nach einer halben Stunde 2:2 – jede Mannschaft hatte je zwei kampflose Siege und Niederlagen zu verzeichnen.
Nach fünf (von sieben) Runden haben noch vier Spieler Titelchancen: Rolf Weber führt mit 4,5 Punkten, nachdem er in der fünften Runde den ersten halben Punkt abgegeben hat – oder besser gesagt wohl gewonnen hat, da er ein Schwerfigurenendspiel mit zwei gegen fünf Bauern gegen Manni Boldt noch remis halten konnte. Manni liegt damit bei 3,5 Punkten, ebenso wie Peter Pinnel, der sich gegen Tim Urlacher durchsetzen konnte. Mit 4 Punkten ebenfalls noch sehr aussichtsreich im Rennen liegt Ariane Kamrath, die – wieder mal – gegen Michael Kanders gewann.
14 Spieler kamen zusammen, um beim diesjährigen Osterblitz Punkte und Preise abzuräumen. Und trotz der Anwesenheit des KSP-Blitzdominators Helge Hintze verlief dieses Turnier äußerst spannend: Nach 10 von 13 Runden lagen 4 Spieler mit je 7,5 Punkten gleichauf an der Spitze: Helge (nach klar), Peter Pinnel, Stephan Schmitz und Uwe Liley, gefolgt von Torsten Vieweger mit 6,5 Punkten.
Mit einem 4,5:3,5-Sieg im spannungsgeladenen Abstiegskampf gegen SF Schwerte 2 konnte die Königsspringer-Zweitvertretung bereits in der vorletzten Runde der Bezirksliga-Mannschaftskämpfe den Klassenerhalt sicherstellen. Diese Klassensicherung war auch dem kampflosen Verlust der Herdecker Schachfreunde gegen Hemer 2 zu verdanken, dazu weiter unten mehr.
Fünf – mit Preisen versehene – Titel spielen die Königsspringer in jeder Saison aus: Größte DWZ-Verbesserung, Blitz, Schnellschach-Handicap, Vereinsmeisterschaft und Vereinspokal. Letzteren sicherte sich – zum dritten Mal in Folge – Rolf Weber im Finale gegen Tim Urlacher: In einem Franzosen auf der für ihn eigentlich falschen, nämlich weißen Seite hatte er fast von Beginn an Vorteile, die er letztendlich auch sicher zum Sieg führte. Glückwunsch!