KSP-Blitzturniere 2018/19 (Nr. 1 von 4):
Ein Turnier wie ein guter Espresso – klein und stark
Zum ersten Blitzturnier der Saison fanden sich zwar – wohl auch ferienbedingt – nur neun Spieler ein, mit einem DWZ-Schnitt von knapp 1900 war die Besetzung aber hochklassig. Mit Holger Bubolz, der das direkte Duell gewann, und Helge Hintze setzten sich die Favoriten mit 7 Punkten aus 8 Partien durch, gefolgt von Stephan Schmitz (5,0 Punkte) sowie Ariane Kamrath und Rolf Weber (je 4,0 Punkte).

11 Spielerinnen und Spieler starteten letzten Mittwoch in das neue Vereinsmeisterschaftsturnier der Königsspringer. In sieben Runden nach Schweizer System wird in 90-Minuten-Partien der neue Titelträger ausgespielt, Titelverteidigerin ist Ariane Kamrath. Üblicherweise erbringen Turniere nach Schweizer System in der ersten Runde wegen der großen Spielstärkenunterschiede gern Ergebnisse der Form 1:0, 0:1, 1:0 usw. Dies passierte bei den Königsspringer-VM-Turnieren allerdings zuletzt 2010/11 und auch dieses Mal kam es nicht dazu.
Dreimal hintereinander konnte Rolf Weber den Vereinspokal gewinnen – diesmal erwischte es ihn bereits in der Vorrunde: Bernd Nolte konnte sich in einer spannenden Partie mit Weiß durchsetzen. Relativ unkompliziert gewann Tim Urlacher mit Schwarz gegen Mathias Beckmann, während Manfred Boldt gegen Martin Schlegel zwei Blitzpartien zum Weiterkommen benötigte, nachdem er eine eigentlich schon verloren stehende Stellung – mit zwei Minusbauern im Schwerfigurenendspiel – noch Remis halten konnte.
Unsere Erste Mannschaft, Absteiger aus der Verbandsliga und neben Meschede, Menden und Letmathe II Anwärter auf den Wiederaufstieg, bekam gleich zum Saisonauftakt zu spüren, dass auch eine Liga tiefer gutes Schach geboten wird. Unser Gast vom „SV Ruhrspringer“ aus Arnsberg präsentierte sich in guter Verfassung und Spiellaune. Das Team um Mannschaftsführer Frank Steinhage ließ sich von den an allen Brettern bis hin zu 200 Punkten niedrigeren Wertungszahlen nicht einschüchtern.
Ziemlich souverän konnte sich die Königsspringer-Zweitvertretung gegen den Aufsteiger TSV 1860 Hagen durchsetzen. Nach etwa zwei Stunden stand es nach Gewinnen von Mathias Beckmann (Brett 8 gegen Rudolf Stoye), Ariane Kamrath (Brett 3 gegen Markus Bröking) und Ralf Mellis (Brett 7 gegen Martin Bartolomey) bereits 3:0.
In ziemlich unregelmäßigen Abständen treffen sich – auf dankenswerte Initiative von Rolf Weber – einige Königsspringer in der Pelmke, um für einen Abend das Schachbrett gegen Doppelkopf-Karten zu tauschen. Am Freitagabend ging es also vier Stunden lang um Schweine, Dullen und Karlchen sowie Kartenglück und Spielvermögen. Zehn Leute – darunter unser Alt-Alt-Präsi Peter Metz und der weitangereiste Achim Tymura – hatten viel Spaß und konnten am Ende der drei Tischrunden und 50 Spiele Rolf Weber zum Gesamtsieg gratulieren, er setzte sich vor seinem Bruder Jürgen und Helge Hintze durch. Alle Teilnehmer sprachen sich für eine baldige Neuauflage aus ;-!