Bezirksliga 2017/18 Rde. 4
Königsspringer 2 gewinnt 4,5:3,5 gegen Fröndenberg –
so knapp wie wichtig in turbulenter Bezirksliga
So eng wie schon seit Jahren nicht mehr geht es in dieser Saison in der Bezirksliga des SBI zu: Je nach Ausgang des noch anhängigen Protestverfahrens liegen zwischen Platz 2 (!) und Platz 8 gerade mal 2 (oder höchstens 3) Mannschaftspunkte. Für Spannung im Abstiegskampf ist also gesorgt, vor allem, da noch nicht sicher ist, ob es wie üblich einen oder sogar zwei Absteiger geben wird.
Vor diesem Hintergrund war der Erfolg der KSP-Zweitvertretung gegen SF Fröndenberg von besonderer Bedeutung.
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Es war ein schöner Tag – was das Wetter angelangt. Es hätte auch immer noch ein schöner Tag bleiben können, nachdem wir nach rund 2½ Stunden mit 2,5:0,5 Punkten führten. Das Blatt wendete sich jedoch, einige Partien kippten regelrecht, es kamen nur noch zwei Unentschieden hinzu, so dass der Zähler bei 3,5 Punkten abrupt stoppte.
Dieser Mannschaftskampf hätte András Adorján gefallen: Ab Mitte der 80er-Jahre hatte der ungarische Großmeister mehrere Bücher mit Titeln wie „Black is OK“, „Black is still OK“ usw. verfasst. Im Mannschaftskampf zwischen der Drittvertretung des SV Hemer und KSP Hagen/Wetter 2 gab es – neben vier Remispartien – vier entschiedene Begegnungen: Alle gewann Schwarz! Aber bis auf eine Ausnahme – Mathias Beckmann (KSP) setzte sich an Brett 8 bereits nach einer halben Stunde gegen den erst 8-jährigen Micha Graf durch – waren diese Gewinnpartien nicht „einfach“ gewonnen, dazu unten mehr.
Die Begegnungen mit den Schachfreunden Schwerte haben stets etwas Besonderes an sich: Man kennt sich untereinander schon sehr lange und gut, man kann durchaus von einem befreundeten Verhältnis sprechen (zwei Schwerter sind ja auch passive Mitglieder bei uns, man bestreitet gemeinsam Turniere und auch ansonsten gehen wir respektvoll miteinander um). Doch bei all dem lockeren Umgang miteinander herrscht bei beiden Teams doch Kampfbereitschaft vor, es gibt natürlich eine Rivalität, man ist ehrgeizig und benötigt ja auch dringend die Punkte, um in der Liga verbleiben zu können. Die Gastgeber traten in Bestbesetzung an, wozu wir nicht imstande waren. Michael Bornemann und Peter Pinnel wurden durch Michael Kurtz und Ariane Kamrath vertreten.
Am 14. November verhandelte der Spielausschuss des Bezirks den Protest der Königsspringer gegen die Entscheidung des SBI-Spielleiters, die Partie von Jürgen Weber (KSP) gegen Helmut Bremer (EN) mit 0-1 zu werten.
Im vorgezogenen Heimspiel gegen SV Bergneustadt/Derschlag mussten wir eine bittere Pille schlucken: bei der krassen 2,5:5,5-Niederlage konnte keiner von uns gewinnen!
In der letzten Saison fanden sich beide Mannschaften im unteren Teil der Abschlusstabelle wieder, und auch in dieser Saison hatten beide Teams ihre Auftaktkämpfe verloren. Im Mai dieses Jahres trennten sich beide Mannschaften in der letzen Runde der Bezirksliga 2016/17 mit 4,0 : 4,0 – und auch diesmal war es eng.