{"id":781,"date":"2011-10-18T17:56:30","date_gmt":"2011-10-18T15:56:30","guid":{"rendered":"https:\/\/ksp-hagen.de\/?p=781"},"modified":"2018-10-09T18:04:15","modified_gmt":"2018-10-09T16:04:15","slug":"runderneuerte-zweite-nimmt-iserlohner-huerde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ksp-hagen.de\/?p=781","title":{"rendered":"Runderneuerte Zweite nimmt Iserlohner H\u00fcrde"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-780\" src=\"https:\/\/ksp-hagen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/d7039f854d.png\" alt=\"\" width=\"103\" height=\"180\" \/>Nach dem Abstieg aus der Verbandsklasse Nord in die Bezirksliga Iserlohn wurde die Zweite auf mehreren Positionen ver\u00e4ndert. Von der Spielst\u00e4rke her bewegen wir uns im oberen Bereich der Bezirksliga. Als Favorit gingen wir in den ersten Mannschaftskampf, da Iserlohn 3 im Schnitt 200 DWZ-Punkte weniger aufwies.<br \/>\nUns war aber klar, dass bei Iserlohner Mannschaften die DWZ-Differenz nur bedingte Aussagekraft hat. Iserlohn spielt mit vielen Jugendlichen, deren DWZ-Zahlen nicht die wirkliche Spielst\u00e4rke wiederspiegeln.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nBei Iserlohn fehlten Brett 1 und 7, bei uns Brett 5 und 7. Klarer DWZ-Vorteil bei den Ersatzspielern f\u00fcr uns, beste Aussichten auf einen klaren Sieg, so dachten wir.<br \/>\nNach einer Stunde Spielzeit gab es an einigen Brettern leichte Vorteile f\u00fcr uns, nichts Weltbewegendes zu so fr\u00fcher Stunde. Was sich allerdings schon herauskristallisierte, war die solide Spielanlage der Iserlohner Jugendspieler. Stephan hatte an Brett 1 einen Bauern geopfert und \u2013 nach Auslassen einer interessanten Zugfolge \u2013 nicht mehr so viel Spiel f\u00fcr den gegebenen Bauern. Bernd an Brett 3 konnte gegen seinen Gegner auf Raumvorteil, aber auch leicht geschw\u00e4chte Bauern verweisen. Peter an Brett 8 spielte gegen einen 11-J\u00e4hrigen, der sich im letzten Jahr mal eben um 250 DWZ-Punkte verbessert hat. Peters Stellung sah auch nicht sehr erfolgversprechend aus.<br \/>\nDie ersten Punkteteilungen gab es nach 2 Stunden: Stephan bot seinem Gegner Remis an, da er bei Bauernminus und schwindender Kompensation die Partie nicht \u00fcberziehen wollte. Des Weiteren akzeptierte Ariane ein Remisangebot ihres Gegners in sehr ausgeglichener Stellung.<br \/>\n1 \u2013 1 und aus den DWZ-Vorteilen nichts gemacht, nicht gerade motivierend f\u00fcr den Rest der Truppe.<\/p>\n<p>Gott sei Dank konnte Bernd seinen Gegner taktisch \u00fcberspielen; Taktik \u2013 eigentlich eine Dom\u00e4ne der Jugend, denkt man. Aber Bernd hat ja schon oft gezeigt, dass ihm taktische Stellungen liegen.<br \/>\n2 &#8211; 1 und ein wenig Beruhigung!<\/p>\n<p>Ein bisschen Sorgen machte uns Lothar an Brett 2. Nach einer komplizierten Abwicklung im Mittelspiel verlor Lothar einen Bauern und landete in einem Endspiel Turm\/Springer gegen Turm\/Springer und Bauern auf beiden Fl\u00fcgeln. Sein Gegner spielte dieses Endspiel gut, und aus dem Doppelmehrbauern wurde ein gef\u00e4hrlicher Freibauer. Zum Gl\u00fcck behielt Lothar die Nerven und konnte \u2013 oh Wunder \u2013 mittels Gabel sogar den Springer seines Kontrahenten gewinnen. Der versuchte noch mit Figurminus den Freibauern durchzubringen, dies verhinderte Lothar aber geschickt und sackte unerwarteter Weise den ganzen Punkt ein.<br \/>\n3 \u2013 1 und noch mehr Beruhigung!<\/p>\n<p>Peter k\u00e4mpfte derweil gegen seinen jungen Gegner und geriet immer mehr unter Druck, stellungs- und zeitm\u00e4\u00dfig. Erstaunlich strategisches Spiel f\u00fcr einen 11-j\u00e4hrigen: Druck auf Peters r\u00fcckst\u00e4ndigen Bauern, gleichzeitig Kontrolle aller relevanten Einbruchsfelder. Nach \u00fcberstandener Zeitnot bot Peter folgerichtig Remis an, was sein Gegner akzeptierte. Von diesem Spieler wird man wohl in Zukunft noch einiges erwarten k\u00f6nnen.<br \/>\n3,5 \u2013 1,5, viel fehlt nicht mehr!<\/p>\n<p>Zur gleichen Zeit spielte Uwe an Brett 4 eine taktische gehaltvolle Partie, die st\u00e4ndig hin und her wogte. In beiderseitiger Zeitnot eroberte der Iserlohner einen Bauern, erm\u00f6glichte aber aktives Gegenspiel. Nachdem Uwe in beiderseitiger Zeitnot ein Remisangebot erhielt, \u00fcberlegte er noch bis 45 Sekunden vor Ablauf der Bedenkzeit und willigte dann ein. Dank elektronischer Uhr ein sch\u00f6n zu beobachtendes Nervenspiel f\u00fcr die Kiebitze. Sei\u2019s drum, ein weiterer Schritt zum Mannschaftserfolg.<br \/>\n4 \u2013 2, verlieren k\u00f6nnen wir nicht mehr!<\/p>\n<p>Die Stimmung besserte sich zusehends, vor allen Dingen, weil in den beiden verbleibenden Partien alles f\u00fcr uns sprach.<br \/>\nManni hatte eine sch\u00f6ne Partie gespielt mit kuriosem Verlauf: Erst hatte er alle Damenfl\u00fcgelbauern seines Gegners eingesammelt, dann tat es ihm sein Gegner gleich. Im rechten Moment schwenkte Manni zum K\u00f6nigsfl\u00fcgel und eroberte einen Bauern. Bessere Stellung und Bauer mehr, alles in Ordnung. Manni umschiffte alle weiteren Klippen souver\u00e4n und setzte zur Umsetzung seines Vorteils an. Ein dreiz\u00fcgiges Matt war m\u00f6glich und h\u00e4tte diese Partie zu ihrem folgerichtigen Ende gebracht. Leider sah Manni in Zeitnot diesen sch\u00f6nen Abschluss nicht, und so ging die Partie nach der Zeitkontrolle weiter.<\/p>\n<p>Zur gleichen Zeit \u00fcberspielte Martin seinen Gegner wie in alten Zeiten, totale Kontrolle bei fortschreitender Einschn\u00fcrung des Gegners. Martins Springerpaar war dem L\u00e4uferpaar seines Gegners haushoch \u00fcberlegen, das sieht man selten.<br \/>\nIn der Zwischenzeit hatte Manni eine Figur geopfert, um die Partie noch zu gewinnen, leider ging der Schuss nach hinten los, die Figur blieb verloren und ein Matt war nicht zu forcieren.<br \/>\n4 \u2013 3, es wird wieder knapp!<\/p>\n<p>So schnell kann es gehen, statt des anvisierten 6 \u2013 2 m\u00fcssen wir um den Sieg bangen.<br \/>\nZum Gl\u00fcck stand Martin aber so was von gewonnen, dass nur ein grober Patzer den Sieg h\u00e4tte verderben k\u00f6nnen. Nachdem Martin den Zwischenstand realisierte, bot er seinem Gegner Remis an, um den Mannschaftssieg zu sichern. Dieser nahm hocherfreut an und wir gewannen knapp mit 4,5 \u2013 3,5!<br \/>\nBesten Dank an Martin f\u00fcr diese Entscheidung, Sieg gesichert inklusive fr\u00fchzeitiger Heimfahrt f\u00fcr alle Beteiligten. Lobenswert mannschaftsdienlich, vor allem wenn man bedenkt, dass Martin in der letzten Saison jede Menge DWZ-Punkte verloren hat.<\/p>\n<p>Fazit: Auftaktsieg eingefahren, weniger deutlich als erwartet, aber letztendlich verdient.<br \/>\nDer n\u00e4chste Kampf wird ein Heimspiel gegen Dahl 1, einen alten Bekannten aus dem ehemaligen Hagener Schachbezirk.<br \/>\n<em>(Stephan Schmitz)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Abstieg aus der Verbandsklasse Nord in die Bezirksliga Iserlohn wurde die Zweite auf mehreren Positionen ver\u00e4ndert. Von der Spielst\u00e4rke her bewegen wir uns im oberen Bereich der Bezirksliga. Als Favorit gingen wir in den ersten Mannschaftskampf, da Iserlohn 3 im Schnitt 200 DWZ-Punkte weniger aufwies. 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