{"id":1400,"date":"2021-11-07T15:35:45","date_gmt":"2021-11-07T14:35:45","guid":{"rendered":"https:\/\/ksp-hagen.de\/?p=1400"},"modified":"2021-11-09T15:36:03","modified_gmt":"2021-11-09T14:36:03","slug":"regionalliga-2021-22-rde-1-holpriger-start-beim-44-in-drolshagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ksp-hagen.de\/?p=1400","title":{"rendered":"Regionalliga 2021\/22, Rde. 1: Holpriger Start beim 4:4 in Drolshagen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-523\" src=\"https:\/\/ksp-hagen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/teamwork-2188039_300-300x117.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"78\" \/>Die Wiedersehens- und Vorfreude waren gro\u00df, denn nach rund anderthalb Jahren Zwangspause kam es endlich wieder zu einem (fast) regul\u00e4ren, aber denkw\u00fcrdigem Mannschaftskampf. Wir bestritten unsere erste Begegnung mit \u201eechten\u201c Gegnern im sch\u00f6nen Drolshagen. Sie verlief jedoch in mancherlei Hinsicht nicht gerade optimal.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nZun\u00e4chst mussten wir die kurzfristige Absage von Ralf Klinkmann verkraften, f\u00fcr den wir auf die Schnelle keinen Ersatz finden konnten. Wir lie\u00dfen also Brett 4 unbesetzt und lagen 0:1 hinten. Doch die Gastgeber traf es noch h\u00e4rter, denn zwei Spieler steckten auf der Autobahn fest und konnten nicht rechtzeitig eintreffen. So wurden an Brett 2 und 5 die Punkte kampflos an Georg Krug und Rolf Weber vergeben \u2013 2:1 f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>An den \u00fcbrigen 5 Brettern tat sich allerdings mitunter Spektakul\u00e4res. Ariane spielte wie \u00fcblich recht schnell und schn\u00f6rkellos, jedoch auch etwas zu sorglos. Sie eroberte zwar einen Bauern, verblieb daf\u00fcr aber mit einer ruin\u00f6sen Bauernstellung, die Wolfgang Tietze gradlinig attackierte und so mit seinen beiden T\u00fcrmen auf die zweite Reihe eindrang und immer wieder Mattdrohungen aufstellte. Unterdessen sammelte er ein paar Bauern ein, so dass er schlie\u00dflich mit einem gesunden Mehrbauern ins Endspiel ging. Es dauerte zwar noch geraume Zeit, bis er diesen Vorteil verwandeln konnte, doch letztlich strich er den verdienten Punkt ein.<\/p>\n<p>Bernd lie\u00df sich als Schwarzspieler zu sehr in die Defensive dr\u00e4ngen und konnte sich daraus auch nicht mehr gut befreien. Als es fast so aussah, als k\u00f6nne er der Umklammerung entkommen, unterlief ihm ein taktischer Fauxpas, der eine Figur und somit die Partie kostete.<\/p>\n<p>Auch Uwe stand zun\u00e4chst recht passiv, aber solide. Er lockte den Gegner in einen vermeintlichen Materialgewinn, der sich aber als Trugschluss erwies. Der Drolshagener musste durch diese geschickte Falle die H\u00e4lfte seines L\u00e4uferpaares abgeben bzw. gegen einen Springer tauschen. Uwe platzierte in der Folge seine beiden Diagonalstreiter goldrichtig und eroberte nach und nach mehrere Bauern, die dann ungehindert die Ziellinie erreicht h\u00e4tten \u2013 was aber nicht mehr ausgef\u00fchrt werden musste, da der Gegner resigniert das Handtuch warf.<\/p>\n<p>Tom und sein Gegen\u00fcber produzierten ein sehr \u201elustiges\u201c Bild: auf der d-Linie hatte jeder einen Doppelbauern, es standen sich immer sch\u00f6n abwechselnd je zwei wei\u00dfe und schwarze Bauern gegen\u00fcber. Julian Kroo versuchte, diese verschachtelte Stellung aufzubrechen, \u00f6ffnete die b-Line und schob seinen a-Bauern voran. Dieser konnte jedoch massiv attackiert und schlie\u00dflich erobert werden. Tom verwertete den Vorteil sicher zum Sieg. <\/p>\n<p>Kurz vor der Zeitkontrolle nach 40 Z\u00fcgen wurde es jedoch unruhig. Julian Kroo reklamierte eine Fehlfunktion der Uhr. Ihm wurden offenbar die pro ausgef\u00fchrtem Zug zustehenden 30 Sekunden Inkrement nicht hinzugerechnet. Die beiden Mannschaftsf\u00fchrer Wolfgang Tietze und Rolf Weber nahmen die Uhr in Augenschein, verglichen die abgelaufene Zeit, die gemachten Z\u00fcge sowie die reale Zeit und kamen zu dem Schluss, dass in der Tat der elektronische Zeitmesser offenbar nicht richtig \u201etickte\u201c. Nach bestem Wissen wurde die Bedenkzeit f\u00fcr beide Spieler auf einer Ersatzuhr entsprechend angepasst.<\/p>\n<p>Wolfgang begutachtete in der Folge dann auch die Uhr an seinem eigenen Brett und justierte auch diese nach. Rolf begab sich unterdessen zu Tisch 1, wo Holger zwar noch ein paar Z\u00fcge zuvor eine aussichtsreiche Stellung besa\u00df, jedoch nur noch wenig Zeit. Nach seinem n\u00e4chsten Zug wurde auch hier der Zeitbonus nicht gegeben. Sofort schritt Rolf ein und benachrichtigte Wolfgang. Als Erster kam jedoch Andreas Schell herbeigeeilt. Er spielt beim Turm Drolshagen, war heute aber lediglich als Zuschauer anwesend. In souver\u00e4ner, ruhiger, sicherer und vor allem kompetenter Manier nahm er sich des elektronischen Zeitmessers an, ermittelte anhand der ausgef\u00fchrten Z\u00fcge den Bonus, vergewisserte sich bei den Spielern und den beiden Mannschaftsf\u00fchrern der Korrektheit seines Tuns und lie\u00df das Spiel dann weiterlaufen.<\/p>\n<p>Doch leider kam dieses Einschreiten f\u00fcr den in seinem Rhythmus arg gest\u00f6rten Holger zu sp\u00e4t. Unserem Spitzenspieler unterlief mit Blick auf die digitale Anzeige, die im krassen Missverh\u00e4ltnis zur inneren Uhr stand, ein fataler Fehlzug. Dieser war durch die nachtr\u00e4gliche Korrektur leider nat\u00fcrlich nicht wieder gutzumachen. Holgers Stellung brach in wenigen Augenblicken zusammen. Der \u00c4rger ist nur allzu verst\u00e4ndlich, aber der nicht gegebene Zeitzuschlag betraf beide Spieler und die Vorgehensweise des FIDE-Schiedsrichters (!) Andreas Schell war nicht zu beanstanden. Man k\u00f6nnte allenfalls den Gastgebern insofern einen Vorwurf machen, als dass sie vor Beginn des Mannschaftskampfes nicht sichergestellt haben, den richtigen Zeitmodus programmiert zu haben, man wird die Gastgeber aber wohl kaum daf\u00fcr belangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine Lehre aber ergibt sich aus diesem Vorfall f\u00fcr uns und alle Teams: Kontrolliert rechtzeitig die Uhren, besch\u00e4ftigt euch mit der Programmierung, studiert die Bedienungsanleitung und testet die Uhren ausgiebig! Sie standen mehr als ein Jahr ungenutzt im Schrank, die (vorab gew\u00e4hlte) Einstellung ist evtl. nicht korrekt, die Batterien nicht mehr \u201evoll im Saft\u201c oder gar ausgelaufen. Es ist zu schade, wenn einem durch vermeidbare widrige Begleitumst\u00e4nde (worunter auch viele andere st\u00f6rende Dinge fallen) die Freude am eigentlich ruhigen, fairen, sauberen und sch\u00f6nen Schachsport verg\u00e4llt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wiedersehens- und Vorfreude waren gro\u00df, denn nach rund anderthalb Jahren Zwangspause kam es endlich wieder zu einem (fast) regul\u00e4ren, aber denkw\u00fcrdigem Mannschaftskampf. Wir bestritten unsere erste Begegnung mit \u201eechten\u201c Gegnern im sch\u00f6nen Drolshagen. 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